Mein politischer Weg

Mein politisches Engagement begann aus Verantwortung – nicht aus Karriereplanung.

Mitte der 1990er Jahre entschied ich mich, neben meiner unternehmerischen Tätigkeit kommunalpolitisch aktiv zu werden. Mich interessierte immer die konkrete Gestaltung von Stadtentwicklung, Infrastruktur und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – also genau die Fragen, die das tägliche Leben der Menschen unmittelbar betreffen.

1999 wurde ich Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Pankow, in der ich ab 2000 den Vorsitz des Ausschusses für Stadtentwicklung übernahm. Im Jahre 2001 wurde ich in das Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt. Auch dort übernahm ich Verantwortung im Bereich Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr. Politik bedeutete für mich stets, Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Städte funktionieren: solide Finanzen, verlässliche Planung und praktikable Lösungen statt ideologischer Experimente.

Aus der Opposition war dies nicht immer leicht, dennoch ist es in dieser Zeit unter anderem gelungen das Straßenausbaubeitragsgesetz wieder abzuschaffen und das Erschließungsbeitragsrecht in Berlin so zu ändern, dass Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger erreicht werden konnten. Diese Erfahrung hat mir gezeigt: vernünftige Politik ist möglich, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert.

Im Jahr 2009 verließ ich nach 15 Jahren Mitgliedschaft die CDU, weil ich eine zunehmende inhaltliche Entfremdung wahrnahm. Ich blieb jedoch den Überzeugungen treu, die mich ursprünglich in die Politik geführt hatten: klare Haltung und Ausrichtung der Politik am Allgemeinwohl, offene Debatte und der Anspruch, Probleme nicht zu verdrängen, sondern anzusprechen und zu lösen.

Auf Bitte meiner damaligen Kollegen blieb ich zunächst parteilos in der CDU-Fraktion und setzte meine Arbeit fort. Später kam es zum Bruch, nachdem ich eine politische Veranstaltung nicht absagen wollte. Auch hier ging es für mich um einen Grundsatz: Eine ideologische Einengung der Debattenkultur wollte ich nicht mittragen.

Nach meinem Ausscheiden aus dem Abgeordnetenhaus im Jahr 2011 konzentrierte ich mich wieder vollständig auf mein Unternehmen. Über viele Jahre habe ich politische Entwicklungen aus unternehmerischer Perspektive beobachtet – mit dem Blick eines Praktikers, nicht eines Funktionärs.

Im Januar 2024 trat ich der AfD bei. Diese Entscheidung war das Ergebnis eines längeren Abwägungsprozesses. Für mich steht dabei nicht das Etikett im Vordergrund, sondern die inhaltliche Ausrichtung aus Grundsatz und Wahlprogrammen: Politik muss Probleme benennen dürfen, wirtschaftliche Vernunft wahren und den Bürger in den Mittelpunkt stellen.

Heute kandidiere ich nicht für ein Parteiamt, sondern für die Verantwortung vor Ort. Kommunalpolitik ist keine Bühne für ideologische Grundsatzdebatten – sie ist Handwerk. Es geht um solide Finanzen, funktionierende Verwaltung, Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und eine Stadt, in der man gerne lebt.

Das persönliche Gespräch ist mir sehr wichtig. Wer mit mir spricht, merkt schnell: Mein politisches Grundverständnis, meine Überzeugung von einer funktionierenden Demokratie, in der alle beteiligt werden müssen, hat sich nie verändert. Politik muss den Menschen dienen – mit klarer Haltung, offener Debatte und dem Respekt vor unterschiedlichen Meinungen; sie darf niemals bevormundend sein. 

Meine politische Erfahrung und meine unternehmerische Praxis verbinde ich mit einem klaren Anspruch: Verantwortung übernehmen – und Entscheidungen treffen.